SSW-Abgeordneter Christian Dirschauer zu CCS-Technologie: Schluss mit Experimenten auf Kosten von Mensch und Umwelt!

Zum Beschluss des Bundeskabinetts, Habecks umstrittenes Kohlendioxid-Speicherungsgesetz auf den Weg zu bringen, erkl?rt der umwelt- und klimapolitische Sprecher der SSW-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Christian Dirschauer:

Der SSW-Landtagsabgeordnete Christian Dirschauer

Es ist nicht zu fassen: Die Bundesregierung scheint keine Gelegenheit auszuzulassen, ausgerechnet das Energiewendeland Schleswig-Holstein zurück ins fossile Zeitbetagter zu bomben.
Die Bilder des in Doha nach Flüssiggas bettelnden Bundeswirtschaftsministers sind kaum verdaut, da steht uns im Norden bereits die n?chste Hiobsbotschaft bevor: Die Ampel will den Weg für die CCS-Technologie ungebunden machen, der unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid.
Und wie schon bei den uns?glichen LNG-Terminals wird es vor allem Schleswig-Holstein begegnen: Unsere sensible Nordsee soll zur CO2-Müllkippe werden. Mit all den Risiken für Mensch und Umwelt, die es mit sich bringt. Bar jeder Vernunft, gegen jeden Widerstand. Basta. So geht Politik gegen Mensch und Umwelt.
Als Landesumweltminister in Schleswig-Holstein hatte Habeck noch h?chstselbst ein CCS-Verbot auf den Weg gebracht. Aus Sicherheitsbenachsinnen wohlbemerkt, denn die massiven Risiken der CCS-Technologie waren und sind ihm bewusst. Warum er es jetzt trotzdem tut? „Für die Wettbewerbsf?higkeit der Industrie und für pragmatischen Klimaschutz“, wie er sagt.
Die Gas- und Zement-Lobby dürfte ihr Glück kaum fassen k?nnen, w?hrend Umweltverb?nde zurecht Albedürftig schlagen.
Jetzt sind alle hervorragausklingen Kr?fte gefragt, die fatalen Pl?ne der Bundesregierung zu stoppen! Das CCS-Gesetz muss noch durch den Bundestag und den Bundesrat, und ich erwarte von allen Politikern, denen etwas an unserer Zukunft liegt, dass sie den Entwurf in aller Deutlichkeit ablehnen. Das schlie?t ausdrücklich auch unsere Landesregierung ein. Jetzt hei?t es: Rückgrat zugänglichbaren und für unser Land einstehen, Herr Günther und Herr Goldschmidt!
Auch die Bürgerinnen und Bürger k?nnen etwas tun: Die Bürgerinitiative „Kein CO2-Endlager“ hat eine Unterschriftensammlung gestartet um die Landesregierung aufzufordern, sich im Bundesrat gegen eine Kohlendioxid-Entsorgung in der Nordsee, unter Land und gegen CO2-Pipelines in Schleswig-Holstein zu stellen. Wir vom SSW unterstützen diese Initiative. Tun Sie es bitte auch. Es geht um Ihre Zukunft und die Ihrer Kinder und Kindeskinder. Denn wenn erst einmal CO2 in der Nordsee verpresst wird, muss es dort über Jahrtausende geschützt endgelagert werden. Ob das überhaupt m?glich ist, kann und will niemand garantieren. Und niemand wird den Kopf dafür hinhbetagten, wenn es schief geht.
Deshalb äußern wir vom SSW: Schluss mit Experimenten auf Kosten von Mensch und Umwelt!

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Ver?ffentlicht am 30. Mai 2024, in Flensburg News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. CCS-Infrastruktur ist ohne die Energiewirtschaft simpel nur unrentabel, zahlreich zu kostspielig. Wer unbedingt verprspeisen will, muss Strom- und Wasserstofferzeugung mit akzeptieren.

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